E-Klausuren

Unter einer E-Klausur versteht man eine elektronische Prüfung, die zwar unter klassischen Prüfungsbedingungen aber statt mit Papier und Stift mit Hilfe eines PCs und einer geeigneten Software sowie mit Tastatur und Maus durchgeführt wird. Größtenteils (bis auf Freitext- und optional auch Lückentextfragen) werden E-Klausuren elektronisch ausgewertet. Diese Form des E-Assessment wird speziell an Hochschulen angewandt. E-Assessment umfasst eine größere Menge Anwendungen und Szenarien.

Eine E-Klausur ist also eine Klausur, die elektronisch mit Hilfe eines PCs geschrieben, die in den Räumlichkeiten der Bildungseinrichtung unter Prüfungsbedingungen und zum Zwecke der Leistungsbeurteilung und -bescheinigung durchgeführt wird. Zur Sicherheit der Studierenden und der Veranstalter ist hierbei eine Identitätsprüfung zuverlässig durchzuführen.

Doch nicht nur die Sicherheit ist in diesem Zusammenhang ein heiß diskutiertes Thema; ähnlich viel Gesprächsstoff für beide Seiten liefern die Vor- und Nachteile von E-Klausuren. Aufgrund konstant steigender Studierendenzahlen bei gleich bleibenden oder sogar schrumpfenden Kapazitäten von Dozierenden, ist das E-Assessment eine sehr willkommene Hilfe, um das stark erhöhte Prüfungs- und Korrekturaufkommen zu bewältigen. Das Lehrpersonal kann auf diese Weise zeitlich enorm entlastet werden. Sogar bei Freitextaufgaben, die eine Ausnahme bilden, weil sie manuell nachkorrigiert werden müssen, verkürzt sich erfahrungsgemäß die Korrekturdauer, da Handschriften nicht mehr entziffert, oder Blätter zusammengesucht werden müssen. Die unabhängige Deutsche Universitätszeitung (03/2012) spricht von einer Reduktion der Korrekturdauer von 4 auf 2,5 Wochen bei groß angelegten Prüfungen mit Freitextaufgaben und 500 TeilnehmerInnen.

Quelle: Niedersächsisches Netzwerk für E-Assessment und E-Prüfungen Grafiken: Monika Michalik